In der „Grünen Tonne“ bietet die Abfallwirtschaft der Stadt Arnsberg seit vielen Jahren die Möglichkeit an, Bioabfälle außerhalb des Restmülls zu sammeln. Diese werden über die Stadt Arnsberg dem Kompostwerk Hellefelder Höhe zugeführt. Voraussetzung für die ökologische und nachhaltige Abfuhr von zugelassenen Bioabfällen ist die korrekte Befüllung der Bio-Tonne. Bei Stichproben in den letzten Wochen ist jedoch aufgefallen, dass zunehmend Fremdstoffe in der Biotonne entsorgt werden, was zu höheren Gebühren für die Allgemeinheit und sogar zu Verweigerung der Annahme von gesammelten Bioabfällen führen kann. Auch kompostierbare Plastiksäcke, die im Handel zu bekommen sind, können am Kompostwerk nicht als solche erkannt werden. Da auch kompostierbare Plastiksäcke somit aussortiert und nicht als Biomüll verwertet werden können, gehören auch diese nicht in die Bio-Tonnen der Stadt Arnsberg.
Plastiksäcke nicht in Biotonnen der Stadt Arnsberg
In der Stadt Arnsberg waren im Jahr 2024 insgesamt 17580 Grüne Tonnen im Stadtgebiet aufgestellt, rund zwei Drittel der Tonnen mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern. Für die Nutzung der Bio-Tonne, die in den Müllgebühren der Stadt Arnsberg enthalten ist, gelten nach der Abfallsatzung festgelegte Regeln. So dürfen in der Biotonne nur Küchen- und Gartenabfälle gesammelt werden, damit diese zu wertvollem Kompost verarbeitet werden können. In die Biotonne gehören somit Obst-, Gemüse-, Salat- oder Brotreste. Auch verdorbene Lebensmittel sowie (gekochte) Speisereste, Knochen und Eierschalen. Ebenfalls in der Biotonne entsorgt werden dürfen Rasen-, Baum-, Strauch- und Heckenschnitt, Laub, Nadeln, Moos, Fallobst, Blumen- und Pflanzenreste sowie Ernterückstände und Wildkräuter. Blumensträuße, Haare, Federn, Holzwolle, Sägemehl oder Holzspäne von unbehandeltem (!) Holz dürfen zudem über die Biotonne entsorgt werden.
Das hat in der Tonne nichts zu suchen
In der Biotonne nichts zu suchen haben jedoch Tierkadaver oder Schlachtabfälle, Mülltüten, Tragetaschen oder Folienbeutel, Asche oder Holzkohle. Menschliche oder tierische Exkremente, Hygieneartikel wie Binden oder Windeln gehören ebenfalls nicht in die Biotonne. Für flüssige Küchenabfälle wie Suppen oder Öle ist die Biotonne tabu. Dass Staubsaugerbeutel, Zigarettenkippen, Steine, Ziegel oder Bauschutt und Straßenkehricht nicht in die Biotonne gehören, steht auch in der Satzung der Abfallwirtschaft. Für diesen Rest-Abfall ist die entsprechende Restmülltonne zu nutzen.
Biotonne nur mit zugelassenem Bioabfall befüllen
Die Abfallwirtschaft der Stadt Arnsberg bittet aus gegebenen Anlass noch einmal eindringlich darum, die Biotonne nur mit dem für sie zugelassenen Bioabfall zu befüllen. Wird bei weiter stattfindenden Stichproben bzw. im Bedarfsfall engmaschiger Kontrollen zu den Leerungen eine Verunreinigung des in der Grünen Tonne gesammelten Bioabfalls festgestellt, muss die Abfuhr der Biotonne verweigert werden. Derartig verunreinigte Biotonnen müssen bei Abweisung durch das Kompostwerkt als „Hausmüll“ klassifiziert und entsprechend kostenaufwändig entsorgt werden: Für die Nutzer:innen der Biotonne können somit Entsorgungskosten von 36 Euro anfallen, wenn die falsch befüllte Biotonne als Sonderleerung für Hausmüll berechnet werden muss. Nutzer:innen einer Biotonne haben im Falle einer nicht geleerten Biotonne aber auch die Gelegenheit, den gesammelten Biomüll entsprechend der Vorgaben neu und richtig zu sortieren und bei der nächsten Tour erneut breit zu stellen.
Unterstützung und Rat
Die Abfallwirtschaft der Stadt Arnsberg bietet für die Nutzung der Bio-Tonne zudem die kostenpflichte Montage eines Biofilter-Deckels mit Biofilter. Zudem können Vorsortierbehälter mit einer Größe von 10. Litern für die Küche zum Preis von 5 Euro beim Wertstoffbringhof der Stadt Arnsberg, Hüstener Straße 15, erworben werden.
Informationen zum richtigen Befüllen der Bio-Tonne sowie zu den Möglichkeiten, eine größere Bio-Tonne zu beantragen finden sich auf der Homepage der Stadt Arnsberg www.arnsberg.de/wohnen-leben/abfallentsorgung/abfallarten/biotonne